Geta

Japanische Geta — der einzige Schuh der Welt, den man am Klang erkennt, bevor man ihn sieht

Das „Karan-Koron“ der Geta auf dem Pflaster ist einer der unverwechselbarsten Klänge Japans. Die erhöhte Holzsandale wird seit der Edo-Zeit getragen und begleitet traditionell den Yukata und den Kimono — ein Schuh, den man ebenso für den Komfort wie für das Ritual trägt.

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Es gibt in Japan einen Klang, den kein Tourist vergisst: das Karan-koron. Es ist das Geräusch der Geta auf dem Pflaster — dieses trockene, rhythmische Klappern des Holzes gegen den Stein, das eine Silhouette im Yukata ankündigt, noch bevor man sie sieht. In den Straßen eines Sommerfests, in einer Gasse Kyotos, auf der Brücke eines Tempels gehört dieser Klang seit Jahrhunderten zur Landschaft.

Die japanische Geta ist einer der ältesten noch getragenen Schuhe der Welt. Erhöhte Holzsandale, durch einen einfachen Stoffriemen gehalten, begleitet sie die traditionelle japanische Kleidung seit der Edo-Zeit. Diese Kollektion versammelt achtzehn Modelle, jedes nach einer Stadt Japans benannt — von Nagoya bis Aomori, von Kurashiki bis Okayama — für Herren wie für Damen.

Was ist eine japanische Geta: Anatomie eines jahrtausendealten Schuhs

Die Geta erkennt man an drei Elementen, unverändert seit Jahrhunderten.

Der Holzsockel (Dai) ist die flache Basis, auf der der Fuß ruht. Traditionell aus Paulownia (Kiri) geschnitten, einem leichten und feuchtigkeitsbeständigen Holz, bildet er die starre Sohle der Sandale.

Die Zähne (Ha) sind die beiden Querbalken unter dem Sockel, die den Fuß vom Boden erhöhen. Diese Höhe ist nicht dekorativ: Sie schützte ursprünglich den unteren Teil des Kimono vor Schlamm, Regen und Schnee, indem sie den Stoff auf Abstand vom Boden hielt. Das unterscheidet die Geta von jeder anderen Sandale der Welt.

Der Riemen (Hanao) ist die Stoffspange, die zwischen dem großen Zeh und dem zweiten Zeh hindurchläuft, dann zu jeder Seite des Fußes. Oft farbig oder gemustert, bringt er die ästhetische Note und hält den Fuß, ohne ihn einzuengen.

Dieses Ensemble — Sockel, Zähne, Riemen — macht die Geta zu einem Schuh, den man barfuß oder mit traditionellen Tabi-Socken trägt und der sich dank seines geschmeidigen Halts natürlich den meisten Größen anpasst.

Japanische Geta Herren, Damen: ein traditionell unisexer Schuh

Die japanische Geta für Herren und die japanische Geta für Damen teilen dieselbe Grundstruktur. Historisch sind die Unterschiede subtil: Die männlichen Modelle tendieren zu rechteckigeren Sockeln und schlichten Tönen (Naturholz, schwarz, braun), die weiblichen Modelle zu runderen Formen und farbigeren oder gemusterten Riemen.

In der zeitgenössischen Praxis verwischt sich diese Unterscheidung weitgehend. Die Geta wählt man heute vor allem nach der Größe, der Farbe des Holzes und dem Motiv des Riemens, mehr als nach einem Geschlecht. Unsere nach den Städten Japans benannten Editionen decken eine Reihe von Verarbeitungen ab, die sowohl für das männliche als auch für das weibliche Tragen geeignet sind.

Es ist ein Schuh, der im Paar oder in der Familie funktioniert — passende Geta für ein Sommerfest oder einen Ausgang im Yukata zu tragen, gehört zur japanischen Tradition.

Wie man die Geta trägt: mit dem Yukata, dem Jinbei, dem Kimono

Die Geta trägt man traditionell mit der japanischen Kleidung, und in dieser Verbindung erhält sie ihren ganzen Sinn.

Mit dem Yukata ist es die klassischste Kombination. Im Sommer, bei den Matsuri-Festen, ist das Duo Yukata + Geta die traditionelle Kleidung schlechthin. Das Klappern des Holzes rhythmisiert den Gang, die Höhe des Sockels schützt den unteren Teil des Kleidungsstücks.

Mit dem Jinbei vervollständigt die Geta das sommerliche Innen- und Außenoutfit. Für einen Abend auf der Terrasse, einen entspannten Sommerausgang bilden der Jinbei und die Geta ein leichtes und authentisch japanisches Ensemble.

Mit dem Kimono verwendet man die Geta für die entspannteren Anlässe (der zeremonielle Kimono ruft eher nach den Zōri, formelleren Sandalen). Aber für ein tägliches oder halbformelles Tragen des Kimono bleibt die Geta durchaus geeignet.

Für die ersten Schritte in Geta ein Rat: Der Gang unterscheidet sich von einem klassischen Schuh. Man geht, indem man das Gewicht nach vorne verlagert, in kleinen Schritten, und den Sockel natürlich klappern lässt. Wenige Minuten genügen, um den Rhythmus aufzunehmen — und genau dieser Rhythmus erzeugt das berühmte Karan-koron.

Eine kurze Geschichte der Geta, von der Edo-Zeit bis heute

Die Geta ist keine neuere Erfindung. Erhöhte Holzsandalen existierten bereits im alten Japan, namentlich bei den Bauern, die sie verwendeten, um in den überfluteten Reisfeldern zu arbeiten, ohne im Schlamm zu versinken.

In der Edo-Zeit (1603-1868) demokratisierte sich die Geta und wurde zum Alltagsschuh der städtischen Bevölkerung. Handwerker, Händler, Stadtbewohner aller Schichten trugen sie, um sich in der Stadt fortzubewegen. Die verschiedenen Regionen Japans entwickelten ihre eigenen Stile — Höhe der Zähne, Form des Sockels, Art des Riemens — daher die Tradition, die Geta mit den Städten des Landes zu verbinden.

Heute hat die Geta den Alltag verlassen, um zu einem Schuh der Tradition und des Festes zu werden — getragen bei den Sommerfesten, den Zeremonien und von all jenen, die an eine seit Generationen unveränderte Geste anknüpfen wollen. Unsere nach Nagoya, Tokoname, Okayama oder Aomori benannten Editionen zollen dieser regionalen Vielfalt Tribut.

Wie man seine japanische Geta auswählt

Drei Anhaltspunkte zur guten Wahl.

Die Größe. Die Geta trägt man mit der Ferse, die hinten leicht über den Sockel hinausragt — das ist normal und traditionell, kein Zeichen einer falschen Größe. Der Fuß muss nicht vollständig vom Holz umschlossen sein.

Die Farbe. Helles Naturholz für ein authentisches und leuchtendes Ergebnis, dunkle Töne (schwarz, braun) für ein schlichteres und vielseitigeres Tragen. Der Riemen bringt die Farbnote — einfarbig für die Diskretion, gemustert für den Charakter.

Der Gebrauch. Um einen für die Feste gekauften Sommer-Yukata zu begleiten, bevorzugen Sie eine Geta in abgestimmten Tönen. Für einen regelmäßigeren Gebrauch verträgt sich ein schlichtes Modell aus Naturholz oder dunklem Holz mit allen Ihren japanischen Outfits.

Die Kollektion wird regelmäßig aktualisiert, mit neuen Editionen, die im Lauf der Jahreszeiten hinzukommen. Wenn Sie die japanische Geta entdecken, wählen Sie ein Modell aus Naturholz mit einfarbigem Riemen — den vielseitigsten Einstieg, der ebenso gut den Yukata wie den Jinbei begleitet. Es ist die einfachste Art, ein japanisches Outfit durch das Detail zu vervollständigen, das alles verändert: den Schuh.